Pädagogische Überzeugungen von Lehrkräften und ihr Verhältnis zum Wissen und Handeln

Professionelle Kompetenz von Lehrerinnen und Lehrern wird in aktuellen Forschungsdiskursen in verschiedene Elemente unterteilt, darunter Wissen, Können und Überzeugungen. Ein starkes Erkenntnisinteresse besteht darin, zu bestimmen, inwiefern sich verschiedene Wissensformen auf das berufliche Handeln auswirken. Auch Überzeugungen wird dabei ein wichtiger Stellenwert eingeräumt, z.B. mit der Annahme, eine vermittelnde Funktion zwischen Wissen und Handeln zu übernehmen. Das Verhältnis von Überzeugungen zum Wissen und Handeln bedarf jedoch noch weiterer Klärung, insbesondere wenn nach fächerübergreifenden, pädagogischen Überzeugungen gefragt wird. Damit setzt sich das Symposium schwerpunktartig auseinander und geht der allgemeinen Frage nach, welche Rolle pädagogische Überzeugungen von Lehrerinnen und Lehrern im Zusammenhang mit ihrem Wissen spielen und wie sie sich auf ihr berufliches Handeln auswirken.

Mit den Beiträgen des Symposiums werden verschiedene Ziele verfolgt. Zum einen soll zur Klärung beigetragen werden, wie pädagogische Überzeugungen definiert und vom Wissen abgegrenzt werden können. Zum anderen sollen Wirkungsweisen von pädagogischen Überzeugungen auf das berufliche Handeln diskutiert werden. Und schließlich sollen weitere Aspekte im Zusammenhang mit pädagogischen Überzeugungen beleuchtet werden, z.B. die Frage nach ihren Entstehungszusammenhängen, einer möglichen Veränderungsresistenz sowie den methodischen Zugängen ihrer Erfassung. Berücksichtigt werden sollen auch Initiativen der Lehrerbildung, die auf die Entwicklung bzw. Veränderung von pädagogischen Überzeugungen von angehenden bzw. berufstätigen Lehrkräften zielen.

Prof. Dr. Johannes König, Kerstin Darge, Melanie Schreiber, Melanie Taibi, Christina Baur, Gisela Wagner, Lutz Strecha.